Silvesterpaddeln

8 Uhr morgens. Minus 6° C. Um 11 Uhr bin ich zum Silvesterpaddeln verabredet. Der Himmel ist grau, das hat auch die Wettervorhersage angedeutet. Kneifen geht nicht, wir sind der Organisator dieser PKV Fahrt. Also warm einpacken und Augen zu und durch.

10 Uhr Bootshaus, in meinem „geliehenen“ Auto gibt es keine Temperaturanzeige, aber ich habe ziemlich lang die Scheiben freigekratzen müssen. Also sind die Temperaturen noch nicht wirklich gestiegen. Beim Laden der Boote zeigt sich: die zusätzliche Schicht unter dem Trockenanzug bringt genügend Wärme. Ich friere nicht.

Silvesterpaddeln in Bildern

Als wir um 10.30 Uhr an der Einstiegssstelle ankommen, sind wir nicht die ersten. Offensichtlich war meine Beschreibung gut genug. Später sehen wir noch ein paar Boote an uns vorbeifahren. Zweimal, manche auch viermal bis sie die Einfahrt finden. Die Anzahl der Fahrzeuge nimmt zu, es kommen mehr Paddler als erwartet. Am Schluß sind es 25 die aufs Wasser gehen. Eine gute Zahl, Essen und Getränke für nachher werden wohl reichen.

Das Wetter ist weiterhin trüb, als wir durch den Germersheimer Hafen paddeln.

Dann biegen wir nach links in der Rhein ein und – mir bleibt der Atem weg -, so unbeschreiblich schön ist die blaue Farbe, die uns erwartet. Die Sonne hat sich durchgesetzt und wird uns den Rest der Fahrt und auch beim Après-Kanu begleiten und die Stimmung aufheizen.

Silvesterpaddeln in Bildern

Nachdem das kurze Stück auf dem Rhein überwunden war und alle sicher im Lingenfelder Altrhein angekommen waren, haben sich die Gruppen schnell auseinandergezogen. In kleineren und größeren Grüppchen sind wir gemütlich den Altrhein entlang gepaddelt. An einigen Stellen war der Wasserstand bedenklich niedrig. Aber immerhin mussten wir nirgends aussteigen. Neben Enten, Schwänen und Graureihern konnte ich dank Bernd auch zwei Eisvögel bei ihrem Tiefflug über das Wasser sichten. Am Rand hatten sich Eisschollen gebildet, die beim Überfahren hörbar krachten. Die große Wasserfläche war noch frei.

Nach dem Paddeln hatten uns Bernhard und Gregor, unterstützt von Thomas, Hanne und Sonja Glühwein, Kinderpunsch und Suppe (mit oder ohne Würstchen) zubereitet sowie Feuerschale und Stehtische bereitgestellt. So standen wir noch eine ganze Weile zusammen zum Plaudern und Informationen austauschen, bis die tiefer sinkende Sonne den Aufenthalt langsam ungemütlich machte. Langsam packten wir zusammen und stimmten uns gedanklich auf den bevorstehenden Jahreswechsel ein.

Michaela Kastl-Bastian

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