Chronik

„Schaut man zurück, ist festzuhalten, dass unser Vereinsleben einem ruhelosen, lebendigen Wildbach glich, mit Gefällstufen, Steinverblockungen und spritzig schäumendem Gebirgswasser, das sich seinen Weg zwischen Hindernissen hindurch ins Tal bahnt.“, so das Grußwort des damaligen 1. Vorsitzenden Hans Schöffel in der Festschrift zum 25-jährigen Bestehen des Vereins.

Wir sind stolz auf unsere mehr als 50-jährige Vereinsgeschichte, von der wir hier einen kurzen Abriss bringen möchten. 

1966Im Juni wird der Verein als Kanusportgemeinschaft Germersheim (KSG) gegründet mit dem Ziel junge Menschen, die als Lehrlinge der BASF im Christlichen Jugenddorf Germersheim (CJD) ausgebildet wurden, auch in der Freizeit sinnvoll zu begleiten.
Mitgliederzahl: 36, davon 30 Jugendliche
Bootsbestand: 1 Faltboot des ersten Vorsitzenden und Mitbegründers des Vereins Hans Schöffel
1968Germersheim wird CJD Kanusportzentrum
Mitgliederzahl: 40, davon 35 Jugendliche – Bootsbestand: 18 Boote
Die Boote wurden in dieser Zeit von den Jugendlichen im Kellerflur des Jugenddorfes selbst gebaut. Es wurden Bootsbaulehrgänge in Germersheim durchgeführt. Weiterhin fand ein reger Austausch mit der Partnerstadt Tournus statt.
1970Gründung einer Wildwasser-Rennmannschaft und Bau von 13 Rennbooten. Gleichzeitig wurde mit 34.402 gepaddelten Wanderkilometern der Wanderpokal geholt.
Mitgliederzahl: 69, davon 60 Jugendliche – Bootsbestand: 36  Boote
1972 – 1974Die Rennmannschaft wird vom Erfolgstrainer des Rudervereins Klaus Utecht trainiert. Weitere Bootsbaulehrgänge wurden durchgeführt. Der Canadiersport wurde eingeführt. Teilnahme an Wettkämpfen im Wildwasser und Canadier.
Mitgliederzahl: 60, davon 49 Jugendliche – Bootsbestand (1974): 62 Boote – Wanderkilometer: 29.126 km
Als provisorisches Bootshaus dient ein ehemaliger Teil der Festung.
1975 – 1976Die BASF gibt 1975 die Lehrlingsausbildung mit Heimunterbringung in Germersheim auf. Der Verein besteht daraufhin nur noch aus den Stadtkanuten und den ehemaligen Azubis.
Die Mitgliederzahl sinkt auf 36 Mitglieder.

Die KSG holt wieder einige Landesmeister– und den ersten Süddeutschen Meistertitel in der Canadier-Einer-Mannschaft.
Einführung der Kanu-Rhein-Leistungs-Plakette mit dem Umweltschutzthema „Lebensader Rhein“ als Rhein-Wander-Wettbewerb.
1976 finden die Bundes-Kanutage des CJD anläßlich der 700-Jahr-Feier der Stadt in Germersheim statt.
1977Die Stadt Germersheim stellt die alte Dammmeisterei als Bootshaus zur Verfügung.
1. Vorsitzender wird Helmut Paeglow
1978Änderung des Vereinsnamens von KSG in CJD-Sportgemeinschaft Germersheim. Der Verein wurde für weitere Sportarten in Form von Erlebnissport-Fachgruppen geöffnet.
Im Kanusport wurden mit 53 Mitgliedern 34.893 km quer durch Europa erwandert.
1. Vorsitzender wird Jürgen Kröhnert
1980Erneuter Vorstandswechsel: Hans-Jakob Freiberger übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden
1984Die Stadt Germersheim nimmt die alte Dammmeisterei zurück. Erwerb des heutigen Bootshauses vom KC Landau und schrittweiser, bis heute andauernder Ausbau.
Der Verein hat 68 Mitglieder, davon 39 Jugendliche
1986Erstes Kenterrollen-Training im Lehrschwimmbecken der alten Germersheimer Stadthalle. Unterbrochen durch den Neubau der Stadthalle wurde es 1994 als Kinderkanutraining wieder aufgenommen.
1988Hans Schöffel übernimmt erneut und bis zu seinem plötzlichen Tod am 26.12.1995 das Amt des ersten Vorsitzenden
199125jähriges Vereinsjubiläum
Am Landesanpaddeln im Jubiläumsjahr nehmen Olympiasiegerin und Staatssekretärin Frau Mickler-Becker, MdL Kramer, Bürgermeister Heiter sowie die Beigeordneten Hahnemann und Hänlein zusammen mit den Vereinsmitgliedern Peter Jonczyk und Karl-Heinz Petry im 7er Canadier teil.
Der Verein zählt 80 Mitglieder, davon 38 Jugendliche
1996-1999Dieter Otte ist 1. Vorsitzender des Vereins
1999/2000Loslösung aus dem Christlichen Jugenddorf Germersheim, da fast keine Vereinsmitglieder von dort kamen. Umbenennung des Vereins und Eintragung in das Vereinsregister als Kanusportgemeinschaft Germersheim e.V.
Zum 1. Vorsitzenden wird Karl-Heinz Petry gewählt
2002Weiterer Ausbau des Bootshauses und Fertigstellung des Bootsschuppens neben dem Bootshaus.
Der Verein bietet erstmals Kanu-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.
2003Der Verein nimmt sein 100. Mitglied auf und erstellt seine erste Homepage.
Einführung des Mittwochspaddelns.
2006Am 15. Juni wird der Verein 40 Jahre alt und hat 134 Mitglieder (79 männliche, 55 weibliche, davon 43 Kinder und Jugendliche).
Gemeinsam mit dem Ruderverein Rhenania Germersheim e.V. wird das erste Canadier-Rennen und der erste Tag der offenen Tür veranstaltet.
2008Der Verein hat nun 150 Mitglieder und wird als „Aktiver Kanu-Verein“ vom deutschen Kanu-Verband ausgezeichnet.
Erste planerische Überlegungen für den Bau einer neuen Bootslagerhalle.
2010 – 2014Brigitte Doppler löst Karl-Heinz Petry als 1. Vorsitzende ab.
Auf ihren Schultern lasten die Aus- und Umbauarbeiten an der neuen Bootslagerhalle und des Außengeländes, die von den Mitgliedern in Eigenleistung durchgeführt wird.
2014Hanne Wolff übernimmt das Amt der 1. Vorsitzenden.
Unter Ihrer Leitung wird die elekronische Datenverarbeitung im Verein modernisiert. Ein neues Mitgliederverwaltungs- und Kassenprogramm und das erste elektronische Fahrtenbuch (EFA) werden eingeführt. Im Hintergrund wird die Homepage neu aufgebaut.
Ab 2014 werden auch die Umkleiden sowie die Lagerung der Paddelausrüstungen umgestaltet.
2015Die neue, moderne Homepage des Vereins ist Online.
Nach ersten Erfahrungen mit EFA entsteht ein neues elektronisches Fahrtenbuch (WebFa), das auch Online verfügbar ist.
Der Verein hat am Ende dieses Jahres 132 Mitglieder und erfuhr 15.529 Wanderkilometer.
2016Am 18. Juni feiert die Kanusportgemeinschaft Germersheim ihren fünfzigsten Geburtstag mit einem Festakt. Ein Jubiläumsheft wird herausgegeben. Das geplante Canadierrennen muss aufgrund extremer Hochwasserlage abgesagt werden.
Das Bootshaus erhält einen neuen gelb/blauen Anstrich.
Der Verein hat 131 Mitglieder und hat 20.443 Wanderkilometer erpadddelt.
Die Ausrüstung an Booten wird kontinuierlich über mehrere Jahre in Folge erweitert.
2017Erstmalige Teilnahme am Germersheimer Festungsfest zusammen mit dem Ruderverein Rhenania.
2018

Im Rahmen des euroäischen Naturschutzprojekts Natura 2000 droht unserer Hausstrecke, dem Lingenfelder Altrhein, mittelfristig die Sperrung. Zusammen mit anderen Vereinen auch von der badischen Seite arbeiten wir an einer naturgerechneten Nutzung.

Der Wasserstand ist über einen Großteil der Saison so niedrig, dass man unterwegs aussteigen kann. Rheinaufwärtspaddeln ist ein Kinderspiel zumal Richtung Ziegelei.
2019Der Verein nimmt zum zweiten Mal am Germersheimer Festungsfest teil.

Auch in dieser Saison ist der Wasserstand niedrig.